Wirtschaft : Die weiteren Pläne

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Die Bankgesellschaft Berlin soll nach dem erklärten Willen des Berliner Senats privatisiert werden. Der Zeitplan sieht vor, dass bis Ende Januar 2003 über einen bevorzugten Bieter entschieden wird. Bis Ende März, so Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), könnte ein Vertrag unterzeichnet werden. Nach dem Rückzug von Lone Star steht jetzt nur noch BGB Capitals Partners für eine Übernahme bereit. Zudem sind in jüngster Zeit weitere Schwierigkeiten aufgetreten. So ist die im Sanierungsplan vorgesehene Übertragung des Geschäfts der Berliner Bank auf die Sparkasse ins Stocken geraten, da das Land Berlin dann die (Gewährträger)Haftung für Risiken der Berliner Bank übernehmen müsste. Der Regierende Bürgermeister lehnt dies ab. Auch die Zustimmung der EU zu dem Sanierungsplan gilt keineswegs als sicher.

Die Bankgesellschaft hatte vor knapp zwei Wochen die Zahlen für die ersten neun Monate 2002 vorgelegt und betont, man könne den operativen Vorjahresverlust von 634 Millionen Euro in 2002 halbieren. Nach Steuern weist die Bankgesellschaft für die Berichtszeit allerdings einen um mehr als 54 Prozent gestiegenen Verlust von 569 Millionen Euro aus. dr

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