DIE WELT AG : Teure Strategie

Als „Hochzeit im Himmel“ bezeichnete Jürgen Schrempp 1998 die Übernahme des US-Autobauers Chrysler. Man wolle zusammen zum profitabelsten Hersteller der Welt werden, kündigte der Manager an. Doch schon im Jahr 2000 rutschte Chrysler in die roten Zahlen und musste saniert werden. Dabei sollte es nicht bleiben. Danach übernahm Schrempp auch noch Beteiligungen an den asiatischen Autobauern Mitsubishi und Hyundai. Doch aus den erhofften Synergien wurde nichts, aus beiden Unternehmen stiegen die Schwaben wieder aus. Unter das Abenteuer mit Chrysler zog Daimler erst kürzlich einen Schlussstrich und verkaufte die Mehrheit an den Investor Cerberus.

Die ]Daimler-Aktie/ ] kannte seit 1998 nur eine Richtung – abwärts. 2003 gab es bei 24 Euro ein absolutes Kurstief. 2005 war der Druck auf Schrempp so groß geworden, dass er zurücktreten musste, Nachfolger wurde Dieter Zetsche. Schrempps Kapitulation wurde an der Börse gefeiert. Seither stieg der Kurs um mehr als 88 Prozent. Tsp

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