Wirtschaft : Die Werbeschlacht ist zu Ende

kvo

An der Anzeigenschlacht der Konzerne haben sie Millionen verdient: Die Zeitungsverlage. Schätzungen zufolge soll alleine Mannesmann rund 400 Millionen Mark in Anzeigen, Öffentlichkeitsarbeit und Call-Center für Aktionärsanfragen gepumpt haben. Bei Vodafone sollen rund 1,2 Milliarden Mark in die Werbung geflossen sein, einschließlich der teuren Honorare für die Beratungsfirmen. "In fünf Wochen wurden Summen verbraten, die sonst in einem Jahr ausgegeben werden - Wahnsinn", so ein Brancheninsider. Ungewöhnlich waren aber nicht nur die gigantischen Summen. Zum ersten Mal setzten die Agenturen bei einem Aktiendeal auf Gefühl pur, zeigten Fotos von Babies und Müttern.

Nach der Verlängerung der Umtauschfrist wird Vodafone seine Werbung weiter fortführen. "Wir wollen alle, die wir bekommen können", hiess es am Freitag aus dem Unternehmen zur Begründung. Mannesmann dagegen zog schon am frühen Donnerstag Abend die ersten Anzeigen gegen den Aktientausch zurück - da stand noch gar nicht fest, wie die Gespräche zwischen Gent und Esser ausgehen würden.

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