Wirtschaft : Die wichtigsten Regeln

Cornelia Wagner

INFORMATIONSPFLICHT

Sie ist für Onlinehändler im Fernabsatzgesetz geregelt: „Der Onlinehändler muss seinen Namen, Adresse und Telefonnummer angeben“, sagt Rechtsanwalt Armin Busaker, Geschäftsführer im Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE). „Zudem muss die angebotene Ware genau beschrieben werden.“ Der Preis muss Mehrwertsteuer, Servicegebühren sowie Versand- und Portokosten enthalten. Bei Bestellungen außerhalb der EU können Zölle und Steuern den Preis erheblich in die Höhe treiben.

SICHERHEIT

Verbraucherschützer und Stiftung Warentest empfehlen, auf die Gütesiegel „Trusted Shop“, „TÜV Safer Shopping“ oder „Geprüfter Online-Shop“ zu achten, an denen seriöse Händler zu erkennen seien. Die Siegel verpflichten die Händler, Preise und Nebenkosten korrekt anzugeben, über Zahlung, Lieferung und Rückgabe zu informieren sowie Datensicherheit und -schutz zu gewährleisten.

VERTRAGSABSCHLUSS

Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde seine Bestellung abgeschickt und vom Händler eine Bestätigung erhalten hat. „Diese muss eine genaue Produktbeschreibung, eine Bestellnummer und den Endpreis enthalten“, sagt Busaker. Alle Rechte und Pflichten von Verkäufer und Kunde sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geregelt. Die Bestellung kann meist nur abgeschlossen werden, wenn der Kunde den AGB zustimmt.

ABSICHERUNG

Neben der Auftragsbestätigung sollten das ausgefüllte Bestellformular, die AGB und die Produktbeschreibungen ausgedruckt werden, um bei eventuellen Streitigkeiten schriftlich belegen zu können, was zu welchem Preis bestellt wurde.

DATENSCHUTZ

Onlinehändler dürfen Kundendaten nur für die Kaufabwicklung nutzen. Vorsicht: Häufig ist die Zustimmung zur Weitergabe der persönlichen Daten bereits voreingestellt, und die Ablehnung wird erst durch einen entsprechenden Mausklick aktiviert. Zudem sollten nur die für die Bestellung notwendigen Daten eingegeben werden, um einen möglichen Datenmissbrauch zu verhindern.

VERSAND

Ist kein konkreter Termin genannt, hat der Anbieter laut Gesetz 30 Tage Zeit zu liefern. Die Ware braucht für den Versand nicht versichert zu werden. Pakete bis zu 500 Euro sind bei der Post automatisch versichert, und in der Regel hat der Onlinehändler die Beweislast, wenn die Ware kaputt oder gar nicht ankommt.

WIDERRUFSRECHT

Gewährt der Händler ein Widerrufsrecht, kann die Ware ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen zurückgeschickt werden. „Die Widerrufsfrist beginnt, wenn die Ware beim Verbraucher angekommen ist“, sagt Busaker. Zur Fristwahrung reicht es, die Ware rechtzeitig abzusenden. Die Kosten der Sendung werden vom Kunden getragen, sofern der Preis der Ware 40 Euro nicht übersteigt. Bei einem Warenwert von über 40 Euro muss der Händler die Kosten übernehmen, wenn die Ware bereits zum Teil bezahlt wurde.

0 Kommentare

Neuester Kommentar