DIE WOCHE : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

Die Konjunktur steht an einem Wendepunkt, die Erwartungen trüben sich angesichts der Schulden- und Finanzkrise ein. Am heutigen Montag legt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) seine Prognose vor. Morgen folgt das Zentralinstitut für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit der monatlichen Umfrage unter Finanzmarktprofis. Am Donnerstag erläutert der Handelsverband Deutschland (HDE) seine aktuelle Sicht. Für den Einzelhandel ist das anstehende vierte Quartal samt dem Weihnachtsgeschäft besonders wichtig.

Für die Zukunft Griechenlands könnte diese Woche entscheidend sein. Die Troika aus Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) prüft den Stand der Sparbemühungen. Allerdings ist der genaue Terminplan noch unklar. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die nächste Kredittranche an eine positive Beurteilung durch die Troika gekoppelt. Klappt das nicht, ist das Land im Oktober insolvent.

Entscheidend ist in dieser Woche auch das Geschehen in den USA: Heute will Präsident Barack Obama seinen Plan zum Defizitabbau und zur Finanzierung seines 450 Milliarden Dollar schweren Konjunkturprogramms vorstellen. Am Dienstag und Mittwoch tagt die US-Notenbank. Auch die Fed will der lahmenden Wirtschaft auf die Sprünge helfen, hat aber mit ihrer Niedrigzinspolitik und dem massiven Ankauf von Staatsanleihen ihr Pulver schon weitgehend verschossen.

Auf Unternehmensseite stehen nur wenige Termine an. Am Donnerstag legen Adidas-Rivale Nike und Deutsche-Post- Konkurrent FedEx Geschäftszahlen vor.

Ebenfalls am Donnerstag erhält Harvard- Wirtschaftsprofessor Kenneth Rogoff in Frankfurt am Main einen Wissenschaftspreis der Deutschen Bank, überreicht von Vorstandschef Josef Ackermann.mod

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