Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

Die Deutsche Bahn legt heute ihre Bilanz vor. Zentrale Kennzahlen hatte der Tagesspiegel bereits gemeldet: Der Umsatz stieg um eine Milliarde auf 31 Milliarden Euro, davon blieben nach Steuern und Zinsen 1,7 Milliarden Euro Gewinn übrig. Damit sieht Vorstandschef Hartmut Mehdorn die Bahn für den – politisch umstrittenen – Börsengang gewappnet.

Das Abenteuer Börsengang hat Air Berlin hinter sich, allerdings mit zweifelhaftem Erfolg: Der Aktienkurs von zuletzt 8,10 Euro liegt ein Drittel unter dem Emissionspreis, der vor knapp zwei Jahren fällig war. Grund: Der Gewinn der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft sank im vorigen Jahr um knapp 80 Prozent auf rund elf Millionen Euro. Heute legt Air Berlin die vollständige Bilanz vor.

Auch zwei kleinere Berliner Unternehmen erläutern heute ihre Bilanzen: Der Diagnostikspezialist Epigenomics und der Sensorenhersteller Silicon Sensor.

Ebenfalls heute verkündet das Landgericht Würzburg sein Urteil im Schadenersatzprozess eines städtischen Unternehmens gegen die Deutsche Bank. Es geht um Millionenverluste nach riskanten Zinsgeschäften. Ähnliche Klagen haben mehrere Kommunen angestrengt.

Am morgigen Dienstag gibt die Bundesagentur für Arbeit die neuesten Daten vom Arbeitsmarkt bekannt. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte erneut gesunken sein und nun rund 3,5 Millionen betragen.

Das riskante Geschäft mit amerikanischen Immobilienkrediten hat in Deutschland vor allem öffentlich-rechtliche Banken in die Krise gestürzt. Wie tief genau, lässt sich in den Bilanzen ablesen: Am Mittwoch legt die WestLB die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr vor, am Donnerstag folgt die BayernLB.

Die Finanzkrise dürfte auch das vorherrschende Thema bei dem Treffen der EU- Finanzminister am Freitag und Sonnabend in Slowenien sein. mod

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben