Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

Unsicherheit herrscht

weiter darüber, ob die Banken beim Thema Finanzkrise tatsächlich schon alle Karten auf den Tisch gelegt haben. Nachdem die BayernLB in der vergangenen Woche hohe Belastungen aus der Subprime-Krise einräumen musste, könnte die Bilanzvorlage der HSH Nordbank am Mittwoch weiteren Einblick in die Lage der deutschen Landesbanken geben. Über die Folgen der Finanzmarktkrise spricht am Dienstag auch Bankenverbandschef Klaus-Peter Müller in Berlin. Einen Tag später wird der Internationale Bankenverband (IIF) in Frankfurt am Main Vorschläge präsentieren, wie die Banken – als Konsequenz aus der Finanzkrise – ihre Geschäftsführung verbessern und künftig transparenter werden können. Wie es mit der zum Verkauf stehenden deutschen Mittelstandsbank IKB weitergeht, wird der Verwaltungsrat der Muttergesellschaft KfW bereits am heutigen Montag beraten.

An den Börsen

erwarten Experten ein rasches Auf und Ab. In der eher datenarmen Woche dürfte es erst zum Wochenausklang spannend werden. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der Index zum Verbrauchervertrauen in den USA, den die Universität Michigan am Freitag vorlegen wird. Analysten erwarten eine erneute Eintrübung. Sie könnte als weiteres Indiz für einen Wirtschaftsabschwung gewertet werden. Das Thema dürfte auch die Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Wochenende in Washington dominieren.

Erkenntnisse über den konjunkturellen Zustand könnten die Daten zur EU-Industrieproduktion vermitteln (Montag). Der Blick in die Auftragsbücher zeigt, ob die Unternehmen dem konjunkturellen Abwärtstrend trotzen können. Ihre Einschätzung der Dinge veröffentlichen die Berliner Wirtschaftsforscher vom DIW am Donnerstag im Konjunkturbarometer. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) auf die aktuelle Lage reagiert, wird sie am Donnerstag diskutieren, dann tagt der EZB-Rat. Eine Veränderung der Leitzinsen wäre aber eine Überraschung.

Aus Unternehmenssicht wird die Woche mäßig spannend, nur wenige Firmen aus der zweiten Reihe legen Zahlen vor, darunter auch die BASF-Tochter Wintershall (Mittwoch). Den Geschäftsverlauf von Daimler wird Konzernchef Dieter Zetsche am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Berlin nachzeichnen. Die Aktionäre sollen dann auch über ein Aktienrückkaufprogramm abstimmen.

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