Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

Niemand weiß es – aber alle versuchen eine Antwort auf die Frage nach dem Ende der Krise. Am heutigen Montag legt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sein Konjunkturbarometer vor, am Dienstag folgt ein Report der Berliner und Brandenburger Kammern. Ebenfalls am Dienstag zeigt eine Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), wie Finanzmarktprofis die Lage sehen. Am Mittwoch äußert sich die Europäische Kommission.

Am Dienstag müssen die US-Autohersteller General Motors und Chrysler ihre Sanierungspläne vorlegen und Rechenschaft über die bisherigen Milliardenhilfen ablegen. Offenbar wollen sie noch mehr Geld vom Staat fordern. GM zieht auch eine Insolvenz in Erwägung. Davon wäre auch die deutsche Tochter Opel betroffen.

Die Berichtssaison läuft auf Hochtouren. Ebenfalls am Dienstag legt Daimler die Bilanz für das alte Jahr vor. Angeblich ist auch mit einem neuen Sparprogramm zu rechnen. Am gleichen Tag berichtet der US-Einzelhändler Wal-Mart. Am Mittwoch folgen die Commerzbank, bei der das letzte Quartal 2008 kritisch sein dürfte, sowie der Sportartikler Puma und US-Computerhersteller Hewlett-Packard. Am Donnerstag kommen die Postbank, der Autozulieferer Continental, der Nutzfahrzeugproduzent MAN und der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé.

Die Spitzelaffäre der Deutschen Bahn steht ebenfalls weiter auf der Agenda. Am Mittwoch tagt der Aufsichtsrat des Staatskonzerns. Mit einer Abberufung von Vorstandschef Hartmut Mehdorn ist aber offenbar vorerst nicht zu rechnen.

Am Sonntag steht ein Gipfel der europäischen G-20-Staaten in Berlin, der auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammenkommt. Er soll das G-20-Treffen – auch Weltfinanzgipfel genannt – Anfang April in London vorbereiten. Auch das Thema der Boni, die Bankenmanager trotz Milliardenverlusten kassieren, kommt zur Sprache. mod

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