Wirtschaft :  DIE WOCHE 

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

Liegt die Krise tatsächlich hinter uns? Diese Frage wird, drei Wochen vor der Bundestagswahl, in dieser Woche erneut im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Aufschluss darüber werden neue Zahlen zur Konjunkturentwicklung geben. Die Aufträge in der Industrie sowie die Rohstahlproduktion (Montag), die Zahl der Insolvenzen im ersten Halbjahr, der Beige-Book-Bericht der US-Notenbank Federal Reserve über die aktuelle Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten sowie der Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (alles am Mittwoch) und neue Daten zur Arbeitslosigkeit in den USA (Donnerstag) werden zeigen, ob der Optimismus in jüngster Zeit gerechtfertigt war – oder ob der erhoffte Aufschwung noch einige Monate oder Jahre auf sich warten lässt. Ob Regierungen, Notenbanken und Unternehmen mit ihren Reformen auf dem richtigen Weg sind, darüber werden ab Mittwoch prominente Manager, Politiker und Nobelpreisträger auf einer Konferenz in Plön (Schleswig-Holstein) debattieren.

Die Zukunft von Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten steht weiter im Fokus der Internationalen Funkausstellung (Ifa) – sie hält ihre Tore noch bis einschließlich Mittwoch geöffnet. Unternehmen wie Miele und CNN werden unter anderem über neue Produkte und Programme informieren.

Die Unternehmen haben die Berichtssaison über das zweite Quartal zwar abgeschlossen. Dennoch gibt eine Reihe von Terminen Aufschluss über ihre künftige Entwicklung. Verkehrszahlen über das Geschäft im August stehen bei den beiden Fluggesellschaften Air Berlin (Montag) und Lufthansa (Mittwoch) an. Bei der Deutschen Bahn werden am Montag erstmals die Sparpläne des Unternehmens zwischen Management und Arbeitnehmern debattiert. Der Konzern plant, in der Güterbahnsparte DB Schenker Rail in den kommenden Jahren nach Gewerkschaftsangaben bis zu 7000 Stellen abzubauen. Der Aufsichtsrat des Unternehmens wird dazu am Mittwoch die weiteren Pläne zur Kenntnis nehmen.

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