Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

Bis Dienstag halten die Banken still, dann braucht der Unternehmer Adolf Merckle frisches Kapital, sonst muss er Teile seines Firmenimperiums – etwa den Generikahersteller Ratiopharm – verkaufen. Für die großen Drei in Detroit wird es ebenfalls am Dienstag ernst: GM, Ford und Chrysler müssen dem Kongress ihre Sanierungspläne vorlegen. Sind die nicht überzeugend, kriegen die angeschlagenen Autobauer kein Geld vom Staat. Ums Überleben geht es auch beim Chiphersteller Qimonda, der am späten Montagabend seine Zahlen vorlegt, die Mutter Infineon folgt am Mittwoch.

Die Märkte schauen auf die Daten vom deutschen Einzelhandel (Montag), auf die US-Einkaufsmanager-Indizes (Montag und Mittwoch) sowie die Daten des Autoherstellerverbandes VDA (Mittwoch). Ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht. Positive Impulse werden von der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet, die am Donnerstag den Leitzins senken dürfte: Erwartet wird ein Schritt um 50 Basispunkte auf dann 2,75 Prozent.

Die Finanzminister der Euro-Gruppe treffen sich am Montag in Brüssel. Peer Steinbrück (SPD) diskutiert dabei mit seinen Kollegen das EU-Konjunkturpaket. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) berät in Berlin mit Vertretern der Automobilindustrie über die Folgen der Finanzkrise. Außerdem präsentieren die bei der Bahn vertretenen Gewerkschaften in Berlin und Königswinter ihre Forderungen für die kommende Tarifrunde. vis

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