Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

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Die Earnings Season , wie die vierteljährliche Flut von Unternehmensberichten in der Börsensprache genannt wird, nähert sich dem Ende. Höhe und Schlusspunkt der Woche liefern die Quartalszahlen der Allianz und ihrer Tochter Dresdner Bank .

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Unter den übrigen Unternehmen, die Ergebnisse vorlegen, sind am Montag die Deutsche Post , EADS und die Münchener Rück ; am Dienstag Bayer , TUI , MAN , die Deutsche Börse und Rheinmetall ; am Mittwoch Lufthansa , Degussa und Hochtief ; am Donnerstag die Telekom , Karstadt- Quelle , Eon , RWE und Bilfinger Berger .

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Auch die Bilanz-Pressekonferenz der Bankgesellschaft Berlin am Donnerstag dürfte auf großes Interesse stoßen. Zwar sind die Ergebnisse des vorigen Jahres schon in groben Zügen bekannt, etwa der Gewinn von 107 Millionen Euro. Nicht klar ist aber, ob der Verkauf der Weberbank an die WestLB zu Stande kommt.

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Ebenfalls am Donnerstag wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal veröffentlicht. Beim vorigen Mal gab es eine böse Überraschung: Das Wachstum im letzten Quartal 2004 stellte sich nämlich mit minus 0,2 Prozent als unerwartet schlecht heraus. Zwei negative Quartale in Folge werden als technische Rezession bezeichnet.

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Zur Konjunktur äußert sich ferner am Montag das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), am Mittwoch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Monatsbericht.

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Für die Politik wird es ab Dienstag ernst, wenn der Arbeitskreis Steuerschätzung tagt. Bis Donnerstag werden die Experten ausrechnen, wie hoch die Steuereinnahmen in diesem Jahr werden. „Erhebliche Haushaltsrisiken “ hat Finanzminister Eichel vorsorglich eingeräumt, aus dem Arbeitskreis verlautete, es sei mit drei bis vier Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen zu rechnen als zuletzt geschätzt.

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Ein positives Signal für den Standort Deutschland ist dagegen die Eröffnung des neuen BMW-Werks am Freitag in Leipzig. Man kann also hierzulande trotz der hohen Lohnkosten noch Autos profitabel herstellen – das dürfte der Bundeskanzler in seiner Rede hervorheben.mod

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