Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

-

Mit Spannung werden die Zinsentscheidungen der amerikanischen und europäischen Zentralbanken erwartet, die am Dienstag (USA) und am Donnerstag (Euroraum) anstehen. Der europäische Leitzins bleibt aller Voraussicht nach unverändert auf dem historischen Tiefstand bei zwei Prozent, während die Fed wahrscheinlich um 0,25 Prozent anheben wird. Marktakteure werden das begleitende Schreiben der USBank genau unter die Lupe nehmen, um herauszulesen, ob sich die Strategie der moderaten Zinssteigerungen fortsetzen wird. Mit Aufmerksamkeit wird auch die Bekanntgabe der Auftragslage der amerikanischen Industrie am Donnerstag und der US-Arbe itsmarktzahlen am Freitag verfolgt werden. In Deutschland teilt die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag die Arbeitslosenzahlen für Oktober mit.

* * *

Ein ganzer Reigen an Quartalsbilanzen beginnt am Montag mit Linde , dem Spezialisten für Industriegase. Am Mittwoch folgen die Ergebnisse der BASF , des weltgrößten Chemiekonzerns, und des Pharmakonzerns Altana . Von der BASF werden sehr gute Zahlen erwartet, da das Unternehmen von den hohen Ölpreisen profitiert. Bei der Bilanz-Pressekonferenz des Sportartikel-Herstellers Adidas-Salomon am Donnerstag wird die Übernahme des US-Konkurrenten Reebok im Mittelpunkt des Interesses stehen. Spannend wird die Reaktion des Adidas-Vorstands auf die zuletzt unerwartet schlechten Reebok-Zahlen, die die Börsen in Aufregung versetzten. Die Autobauer BMW und Volkswagen präsentieren ebenfalls am Donnerstag ihre Werte. Das Gleiche gilt für die Commerzbank und den Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care . Außerdem legen drei Berliner Unternehmen ihre Zahlen vor: Am Dienstag präsentiert die Medizintechnikfirma AAP Implantate den dritten Quartalsbericht, am Mittwoch folgen die Biotechnologiefirma EPi Genomics und der Software-Produzent PSI.

* *

Die vielen Quartalszahlen könnten an den Aktienmärkten für Überraschungen sorgen. Doch selbst bei guten Nachrichten erwarten Beobachter wegen der insgesamt geringen Kauflaune, dass der Dax unter der 5000-Punkte-Marke bleibt. Sogar Kursverluste der deutschen Standardaktien seien nicht auszuschließen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben