Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

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Am heutigen Montag gibt der IG-Metall- Vorstand seine Forderung für die Tarifrunde 2006 in der Metall- und Elektroindustrie bekannt. Erwartet wird, dass er für die 3,5 Millionen Beschäftigten der Branche vier bis fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt verlangt. Eine harte Tarifauseinandersetzung wäre damit programmiert. Am Donnerstag antwortet der Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Sein höchstes Gebot bisher: 1,2 Prozent.

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Der Dienstag steht im Zeichen der Weltwirtschaft. In Washington kommt die US-Notenbank zusammen, um voraussichtlich erneut die Zinsen zu erhöhen: von 4,0 auf 4,25 Prozent. In Hongkong beginnt unterdessen die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO . Ziel ist es, Handelsschranken abzubauen – eine Einigung gilt als unwahrscheinlich. Von deutscher Seite ist Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) vertreten.

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Auch die Konjunktur steht diese Woche mehrfach mit Mittelpunkt. Am Montag legt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ( DIW ) in Berlin sein Konjunkturbarometer für Dezember vor. Wie rund 300 professionelle Anleger die Lage sehen, geht am Dienstag aus den Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung ( ZEW ) hervor. Am Freitag folgt der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung ( Ifo ), für den allmonatlich 7000 Unternehmen befragt werden.

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Auf Unternehmensseite geht es in dieser Woche überwiegend um Stellenabbau: Mit bundesweiten Protesten wollen Beschäftigte der Telekom erreichen, dass der angekündigte Wegfall von 32 000 Stellen überdacht wird (siehe Seite 17). Und in Nürnberg kommt am gleichen Tag die Belegschaft des dortigen AEG - Werks zusammen, um die Entscheidung des Mutterkonzerns Electrolux über die Zukunft des Standortes zu erfahren. Am Mittwoch gibt der Europäische Gerichtshof seine Entscheidung zur Übernahme des US-Mischkonzerns Honeywell durch General Electric bekannt. mod

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