Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

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Die Stimmung an den Finanzmärkten gibt am Dienstag die Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung ( ZEW ) wieder. Nach dem unerwartet starken Anstieg im vergangenen Monat von 38,7 auf 61,6 Punkte rechnen Analysten mit einem leichten Plus. Den Märkten könnte das Schwung geben, weil es ein Anzeichen für einen sich verfestigenden Aufschwung wäre. Das Ganze hat gleichwohl etwas selbstreferentielles: Marktteilnehmer werden zu ihrer Stimmung befragt, die dann die Stimmung beeinflusst.

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Nachhaltiger dürfte die Europäische Zentralbank ( EZB ) am Donnerstag agieren. Eine Zinserhöhung erwarten die meisten Beobachter erst im Frühjahr, aber die Märkte versprechen sich Aufschluss über die weitere Geldpolitik. Der Schattenrat , ein EZB-Beobachtergremium, dem 18 europäische Volkswirte aus Banken, Hochschulen und Instituten angehören, hat sich mehrheitlich gegen weitere Zinserhöhungen ausgesprochen: Der Inflationsdruck sei nicht so stark, und der Aufschwung dürfe nicht gefährdet werden.

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Wie sich mehr Wachstum in Deutschland erzeugen lässt, ist eine der Kernfragen, über die das Bundeskabinett am Montag und Dienstag auf Schloss Genshagen südlich von Berlin berät. Am Dienstagabend stellt Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) die Leitlinien seiner Politik vor der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt am Main vor. Am Donnerstag teilt das Statistische Bundesamt mit, wie hoch das Wachstum im alten Jahr war.

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Von Unternehmensseite sind nur wenige Daten absehbar. Immerhin geben zwei Einzelhandelsriesen ihre Umsatzzahlen des alten Jahres bekannt: Karstadt-Quelle am Montag und Metro am Mittwoch.

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Am Donnerstag eröffnet Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) die Internationale Grüne Woche in Berlin, ab Freitag ist die Agrar- und Ernährungsmesse auch für das Publikum zugänglich. mod

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