Wirtschaft : DIE WOCHE

Unternehmen, Märkte, Wirtschaftspolitik

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Unternehmen. In dieser Woche steht die Autobranche im Mittelpunkt. Eine mögliche Allianz von Renault-Nissan und General Motors, über die beide Konzerne am Freitag erstmals reden, würde deutsche Hersteller in Zugzwang bringen. Bei Daimler-Chrysler treffen sich am Montag Management und die Gewerkschaft IG Metall, um Bedingungen für einen Stellenabbau in der Stuttgarter Zentrale auszuloten. Auch bei Volkswagen müssen die Kosten sinken – Konzernführung und IG Metall wollen am Mittwoch über die Sanierung der Kernmarke reden.

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An den Börsen dürften die Spekulationen über Zinserhöhungen weitergehen. Stoff dafür bieten das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (Dienstag) sowie in den USA die Umsätze des Einzelhandels und das Verbrauchervertrauen (Freitag). Die erste Zinserhöhung der japanischen Notenbank seit sechs Jahren am Donnerstag gilt als sicher. Ansonsten erwarten die Märkte nur eine überschaubare Zahl von Unternehmensmeldungen. Lufthansa und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport legen am Dienstag und Donnerstag Verkehrszahlen für Juni vor. Als wichtiger Trendindikator wird der Quartalsbericht des US-Konzerns General Electric gewertet, einer der größten Firmen weltweit. Für die Berliner Unternehmen stehen am Freitag die Hauptversammlungen der Bankgesellschaft sowie des Klavierbauers Bechstein an.

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Politik. Die Sommerpause hat begonnen. Dennoch tagt das Kabinett am Mittwoch und will über die Reform der Unternehmensteuern reden. Am Freitag treffen sich die Partner im Ausbildungspakt, also Wirtschaftsverbände und Regierung, um über die Lage auf dem Lehrstellenmarkt zu beraten. Samstag und Sonntag steht das russische St. Petersburg im Fokus: Die wichtigsten westlichen Industrieländer und Russland halten dort ihr jährliches G-8-Gipfeltreffen ab. Ein Schwerpunkt ist die Sicherheit der weltweiten Energieversorgung.

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