Wirtschaft : Die Zahlen sind ohne Gewähr

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Die Wirtschaft setzt sich das „verbindliche Ziel“, in den nächsten drei Jahren im Schnitt jeweils 30000 neue Lehrstellen einzuwerben. Eine Garantie ist das nicht. Zusätzlich sollen Unternehmen 25000 Betriebspraktika anbieten. Die bis zu einem Jahr dauernden Maßnahmen sollen Jugendlichen, die Schwierigkeiten haben, eine Lehrstelle zu finden, Einstiegsqualifikationen vermitteln. Die Betriebe übernehmen Sach und Personalkosten, die Arbeitsagenturen den Praktikanten einen Unterhaltszuschuss. Die Bundesregierung erhöht die Zahl ihrer Ausbildungsplätze in der Bundesverwaltung um 20 Prozent.

BESSERE VERMITTLUNG

Bei den Arbeitsagenturen sollen neue Callcenter die Vermittlung von Ausbildungsplätzen besser koordinieren. Zurzeit kommt es regelmäßig zu Problemen, weil Jugendliche Zusagen für mehrere Stellen erhalten und den Arbeitgebern nicht melden, wenn sie eine Stelle nicht antreten wollen. Die Callcenter sollen die Jugendlichen kontaktieren und freie Stellen melden. Schwer vermittelbare Jugendliche sollen zusätzlich qualifiziert werden.

WEITERE MASSNAHMEN

Die Verbände wollen 800 zusätzliche Ausbildungswerber einsetzen, um mehr Lehrbetriebe zu gewinnen. Der Bund will kleine und mittlere Unternehmen von Verwaltungsaufgaben entlasten. Dazu sollen regionale Ausbildungsbündnisse gefördert werden. Die Agenturen für Arbeit sollen Jugendliche auch mit Mobilitätshilfe unterstützen. avi

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