Wirtschaft : „Die Zeit ist reif für höhere Einkommen“

Reaktionen auf das Gutachten

-

„Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich mitten in einem kraftvollen konjunkturellen Aufschwung. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer wurde besser verkraftet als erwartet. Die erfreulichste Botschaft aber ist: Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich weiter entscheidend verbessern.“

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU)

„Wenn der Aufschwung nicht nach der aktuellen Investitionswelle beendet sein soll, gehört wieder mehr Geld in die Tasche der Verbraucher: Die Einkommen müssen kräftig steigen. Während der Konjunkturausblick der Institute noch realitätstauglich ist, gilt dies nicht für ihre wirtschaftspolitischen Empfehlungen. Diese entspringen seit einigen Jahren reiner Ideologie. Die Regierung ist mit diesen Empfehlungen schlecht beraten.“

Deutscher Gewerkschaftsbund

„Wir wollen in der Tarifrunde eine faire Beteiligung der Arbeitnehmer am Aufschwung sicherstellen. Jetzt ist die Zeit reif für nachhaltige Steigerungen der Einkommen. Nur so lässt sich die Konsumschwäche wirklich überwinden und der Aufschwung weiter stabilisieren.“

IG Metall

„Es ist elementar, dass die Sozialpartner weiter ihren Pflichten nachkommen. Bei Gehaltsvereinbarungen sollte die Wettbewerbsfähigkeit im Auge behalten werden. Es gibt Aufwärtsrisiken bei der Preisstabilität auf mittlere und lange Sicht.“

Europäische Zentralbank

„Eine Senkung der Lohn- und Einkommensteuer ist die richtige Konsequenz aus der weiterhin steigenden Steuerbelastung. Das wäre allemal besser als wachstumsschädliche Maßnahmen wie Mindestlöhne und höhere Staatsausgaben.“

Deutscher Industrie- und Handelskammertag

„Deutschland liegt beim Wirtschaftswachstum nach wie vor unter dem Durchschnitt des Euroraums. Die Bundesregierung ist daher gut beraten, den konjunkturellen Rückenwind für weitere Reformen zu nutzen. Der gegenwärtige Aufschwung ist kein Selbstläufer.“

Bundesverband der Deutschen Industrie und Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitnehmerverbände

„Die deutsche Wirtschaft wird auch 2007 dynamisch wachsen. Die Exporte werden, wenn auch etwas abgeschwächt durch das nachlassende Expansionstempo der Weltwirtschaft, weiter Wachstumsstütze bleiben, so weit die gute Nachricht. Der konjunkturelle Aufschwung ist allerdings kein Freifahrschein zum Ausruhen.“

Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels

„Mit der Mehrwertsteuererhöhung wurde die Chance auf einen noch deutlicheren Aufschwung vergeben. Sie hat vor allem den Einzelhandel stark getroffen. In seinen Kassen ist noch nichts von dem prognostizierten Wirtschaftswachstum angekommen.“

Hauptverband des Deutschen Einzelhandels

„Die öffentlichen Haushalte sollten bereits jetzt Vorsorge für die zu erwartenden demografischen Lasten treffen. Konkret bedeutet dies, dass in den nächsten Jahren bei anhaltend guten Konjunkturperspektiven eher Haushaltsüberschüsse als -defizite die Norm sein sollten.“

Bundesverband Deutscher Banken

„Spätestens im Jahr 2009 muss der Staatshaushalt ausgeglichen sein oder sogar einen leichten Überschuss aufweisen.“

Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben