Wirtschaft : Die Zinslast (Stichwort)

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Die Erhöhung kurzfristiger Zinsen kann die Staatsverschuldung einzelner Länder erhöhen. Das kommt darauf an, wie stark der Staat tatsächlich kurzfristig verschuldet ist. Darüber gibt die Laufzeit der jeweiligen Staatspapiere Auskunft. Von den 2280 Milliarden Mark Schulden der öffentlichen Hand (Ende 1998) sind nach Bundesbank-Statistik etwa ein Prozent kurzfristig (unter einem Jahr), beim Bund sind es etwa drei Prozent. Knapp 19 Prozent der Mittel werden von Eurostat als Schulden mit einer Fälligkeit von unter zwölf Monaten, gut 80 Prozent der Mittel als Schulden mit einer Fälligkeit von über einem Jahr ausgewiesen. Die meisten größeren Euro-Länder sind stärker kurzfristig verschuldet.

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