Wirtschaft : Diehl rechnet mit starker Konkurrenz Umsatz und Ertrag gesunken

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Nürnberg (nad). Mit einer offensiven Expansionsstrategie und der Konzentration auf das Kerngeschäft will der Nürnberger Rüstungs- und Technologiekonzern Diehl der Flaute trotzen. Nach Einschätzung der Diehl-Stiftung&Co, einem der größten deutschen Wehrtechnik-Produzenten, droht der deutschen Rüstungsindustrie dennoch ein massiver Ausverkauf. „Ich erwarte, dass die Amerikaner strategisch einsteigen, wo immer sie können“, sagte Vorstandschef Thomas Diehl am Mittwoch bei der Bilanz-Pressekonferenz in Nürnberg.

Der Familienkonzern, der gerade sein 100-jähriges Bestehen feierte, büßte im vergangenen Jahr wegen der Konjunkturkrise, rückläufiger Metallpreise und der Bündelung der Geschäftsfelder an Umsatz und Gewinn ein. Der Umsatz sank um neun Prozent auf 1,47 Millionen Euro. Der Jahrsüberschuss sank um mehr als 50 Prozent auf 27,6 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 60 Millionen Euro nach 84 Millionen Euro im Vorjahr. „Das vergangene Jahr hat nicht unsere Erwartungen erfüllt, aber wir sind richtig aufgestellt“, sagte Diehl. Für 2002 erwartet er eine Stabilisierung von Umsatz und Ertrag. Mittelfristig sollen die Umsätze jährlich um fünf bis sieben Prozent steigen. Der Rüstungskonzern setzt für die Zukunft vor allem auf Wachstumsmärkte im Ausland. Im Jahr 2001 hat Diehl seinen Teilkonzern elektronische Steuerungen mit Niederlassungen in China und den USA erweitert.

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