DIE KONZEPTE : Was die Interessenten planen

FIAT

Der italienische Autobauer will durch das Zusammenlegen seiner Produktion mit Opel und Chrysler Kosten sparen. Fiat fährt hohe Gewinne ein, dennoch drücken die Gruppe 19 Milliarden Euro Schulden. Eine Fusion könnte laut Opel-Betriebsrat bis zu 18 000 Mitarbeiter von Opel und Fiat den Job kosten. Das Konzept sieht laut Gewerkschaft das Aus für sechs Werke vor, darunter in Kaiserslautern, im österreichischen Graz und im britischen Luton. Fiat würde ein Werk in Italien und zwei in Südamerika schließen.

MAGNA

Der österreichisch-kanadische Autozulieferer will zusammen mit der weitgehend staatlichen russischen Sberbank und dem russischen Autohersteller Gaz die Mehrheit bei Opel übernehmen. Magna bestätigte, selbst an einer 20- Prozent-Beteiligung an Opel interessiert zu sein und einen Teil seiner Barreserven von 1,1 Milliarden Euro nutzen zu wollen. Um Opel zu kontrollieren, müssten die russischen Partner weitere 30 Prozent von Opel kaufen. Das Konzept sieht den Abbau von rund 10 000 Stellen vor.

RIPPLEWOOD

Mit dem US-Finanzinvestor interessiert sich auch ein eher branchenfremder Geldgeber für einen Einstieg bei Opel. In Deutschland hatte die europäische Ripplewood-Tochter RHJ International bereits im Jahr 2004 den Autozulieferer Honsel gekauft. Ripplewood verfolgt mit seinen Investments langfristige Strategien. Dabei versteht sich die Beteiligungsgesellschaft als „Katalysator“ bei der Neuordnung von Branchen, die einen fundamentalen Wandel durchleben, aber gute Aussichten haben. AFP

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