Automobilhersteller setzten auf das Robot Farming

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Digital malochen : Was Industrie 4.0 mit Mensch und Maschine macht
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In der Automobilproduktion werden schon seit Jahren Roboter eingesetzt.
In der Automobilproduktion werden schon seit Jahren Roboter eingesetzt.Foto: dpa

„Wie bekommen wir heute Innovationen in die Fabrik?“, fragt Michael Zürn das Fachpublikum auf einer Veranstaltung zu Industrie 4.0 in Potsdam. Und antwortet gleich selbst: „Das geht nur mit dem Bagger.“ Das meint der Spezialist für Fertigungstechnik beim Autokonzern Daimler nicht ganz ernst. Er will vielmehr verdeutlichen, dass Fabriken wesentlich unflexibler sind als sie es künftig sein werden. In Fertigungshallen von VW, Daimler, BMW, Audi oder Opel werkeln Roboter derzeit noch größtenteils hinter Zäunen, damit sie die Menschen nebenan nicht verletzen können. Doch diese starre Produktion mit Robotern sei nicht mehr effizient. Viel effizienter ist in den Augen der Industriemanager das so genannte Robot Farming: Ein einzelner Mensch betreut sechs bis acht Roboter praktisch von Angesicht zu Angesicht. Die modernsten Maschinen haben inzwischen Sinne, können mithilfe von Sensoren hören, sehen, riechen – und vor allem aktiv handeln. Kommt ein Mensch ihnen zu nah, stoppen sie ihre Bewegung. Stellen sie fest, dass ein Werkstück nicht so wird, wie es soll, schlagen sie Alarm. Bemerken sie, dass ein technisches Problem sie bald außer Gefecht setzen könnte, melden sie sich selbstständig. Sie lassen sich führen und ahmen Bewegungen nach. Sie helfen bei komplizierten Verschraubungen in Fahrzeug-Karosserien oder holen die passenden Schrauben aus dem Lager. Gebaut werden sie unter anderem bei Kuka in Augsburg. sf

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