Wirtschaft : Direkt Anlagebank verhandelt mit der DiBa - ein Zusammenschluss steht aber nicht unmittelbar bevor

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Eine Fusion oder Allianz zwischen der Direkt Anlagebank (DAB) und der Allgemeinen Deutschen Direktbank (Diba) steht zumindest nicht unmittelbar bevor. "Natürlich werden Gespräche geführt. Das ist in der Branche normal", sagte DAB-Aufsichtsratschef Martin Kölsch am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt. Auch bei der Diba und der Gewerkschaftsholding BGAG, die 51 Prozent der Anteile hält, wurden die Spekulationen zurückgewiesen.

Die DAB, deren Aktien am Neuen Markt notiert sind, mehrheitlich aber bei der HypoVereinsbank liegen, will sich nach den Worten von Vorstandsmitglied Matthias Kröner zunächst einmal auf die Expansion aus eigener Kraft konzentrieren. Dabei sollen in Deutschland weitere Innovationen neue Kunden anlocken. Zum zweiten will man sechs bis acht Anlagezentren in Ballungszentren eröffnen. Für das zweite Halbjahr ist die Eröffnung eines Ablegers in der Schweiz geplant, ein weiteres Land peilt Kröner ebenfalls noch in diesem Jahr an. Generell will sich die DAB, so Kröner, "vom nationalen Nischenanbieter zur globalen elektronischen Finanz-Plattform entwickeln".

Im vergangenen Jahr hat die DAB fünf Jahre nach ihrer Gründung zum ersten Mal die Gewinnschwelle überschritten. Das Ergebnis vor Steuern lag bei knapp zwei Millionen Euro nach einem Verlust von 4,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Insgesamt verwaltete die DAB Ende 1999 rund 130 000 Wertpapier-Depots, ein Plus von 65 Prozent. Bis zur Jahresmitte soll die Technik so erweitert werden, dass die DAB 500 000 Kunden bedienen kann. Bis zum Jahresende will sie sogar für eine Million Kunden fit sein.

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