Discounter : Lidl-Vorstandsvorsitzender verlässt das Unternehmen

Die Discountkette Lidl und ihr Vorstandsvorsitzender Wilfried Oskierski gehen getrennte Wege. Über die Gründe für den Schritt schweigt sich das Unternehmen aus. Nach einem Medienbericht hatte Oskierski Ärger mit dem Lidl-Aufsichtsratsvorsitzenden.

NeckarsulmOskierski war für das internationale Geschäft des Unternehmens verantwortlich. Über einen Nachfolger solle kurzfristig entschieden werden, wie das Unternehmen am Mittwoch in Neckarsulm mitteilte. Über die Gründe der Trennung wollte Lidl keine Angaben machen. Bereits 2003 hatte Oskierski nach Unternehmensangaben Lidl verlassen und war zum Discounter Netto, einer Edeka-Tochter, gewechselt. 2005 kehrte er dann zu Lidl zurück.

Einem Bericht des Portals "Spiegel Online" zufolge soll es in der Vergangenheit zunehmend Differenzen zwischen Oskierski und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Gehrig gegeben haben. Demnach erhöhte dieser den Druck auf Oskierski wegen der Expansion im Ausland. Dem habe der Vorstandsvorsitzende nicht länger standgehalten.

Lidl hat nach eigenen Angaben deutschlandweit aktuell rund 3000 Filialen und 48.000 Beschäftigte. Erst vor knapp zwei Wochen war dem Konzern wegen der Bespitzelung von Mitarbeiter ein Bußgeld von rund 1,5 Millionen Euro auferlegt worden. Diese Strafe hatten die Datenschutzbehörden der zwölf betroffenen Bundesländern verhängt. Nach Angaben der baden-württembergischen Datenschützer hatte Lidl die Strafe akzeptiert. (mfa/ddp)

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