Wirtschaft : Diskretion auf allen Kanälen

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Die Mehrzahl der Kunden will einfach alles. Auf diesen schlichten Nenner lässt sich das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) bringen. Der DSGV hat festgestellt, dass nur jeweils 20 Prozent der Kunden ausschließlich auf die Filiale oder das Online-Banking setzen. 60 Prozent wollen alle Zugangswege zu ihrer Bank nutzen können. Die Berliner Sparkasse baut unter anderen deshalb seit längerem ihr Multikanalangebot aus. Zudem werden die Preise stärker nach den Zugangsmedien differenziert und unterschiedliche Kontopakete angeboten.

Doch der Bank- oder Sparkassenkunde ist traditioneller als vielfach angenommen. „Das Internet wird gerne genutzt, um sich über die Angebote zu informieren. Der Vertragsabschluss findet dann in der Filiale statt“, sagt eine Sprecherin des DSGV. Während ältere Kunden eher Berührungsängste mit den neuen Medien hätten, gehe es bei jüngeren Kunden um Fragen der Sicherheit, vermuten die Sparkassen. Nach einer Umfrage von Infratest Burke aus dem vergangenen Jahr wünschten 89 Prozent der Bankkunden vor allem Diskretion. Es folgten die Kontoführungsgebühren mit 79 Prozent sowie ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis mit 77 Prozent. Und 76 Prozent der Kunden war es besonders wichtig, dass „auf ihre Wünsche individuell eingegangen wird“. dr

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