Wirtschaft : Disney verdient gut im Fernsehen

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Burbank Der Unterhaltungskonzern Walt Disney hat dank steigender Werbeeinnahmen seiner TV- und Kabelfernsehsender und solider Ergebnisse seiner Freizeitparks im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2003/2004 (30. September) den Gewinn kräftig gesteigert. Der Sportkabelsender ESPN entwickelte sich besonders gut, die Fernsehtochter ABC stabilisierte sich. Disney legte bei Verbraucherprodukt- und Lizenzeinnahmen ebenfalls zu. Dagegen tat sich der Konzern mit seinem Filmgeschäft schwerer.

Der Jahresumsatz kletterte um 14 Prozent auf 30,8 Milliarden Dollar. Disney verdiente 2,3 Milliarden Dollar, plus 85 Prozent. Konzernchef Michael Eisner sprach von einem „herausragenden Jahr“. Im Schlussquartal hat Disney den Gewinn gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 24 Prozent auf 516 Millionen Dollar (400 Millionen Euro) erhöht. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar zu, gab Disney am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt. Die Disney-Aktien legten daraufhin am Freitag in New York um 1,59 Prozent auf 26,79 Dollar zu.

Michael Eisner stand zuletzt mehrfach unter Druck. In diesem Jahr musste er nach harter Aktionärskritik den Posten des Verwaltungsratschefs aufgeben, blieb aber Unternehmenschef. Zusätzlich belastet ihn ein von Disney-Aktionären eingeleiteter Prozess wegen einer Abfindung von 140 Millionen Dollar an den Ex-Disney-Präsidenten Michael S. Ovitz.

Disney hat mit seinen Mediensparten 11,8 Milliarden Dollar umgesetzt und einen operativen Gewinn von 2,2 Milliarden Dollar verbucht – ein Plus von 79 Prozent. Die Freizeitparksparte erhöhte ihren Umsatz um 21 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar und den operativen Gewinn um 17 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Die Filmstudios setzten 8,7 Milliarden Dollar um, plus 18 Prozent. Der operative Gewinn erhöhte sich um sieben Prozent auf 662 Millionen Dollar. Er sackte aber im Schlussquartal um 89 Prozent auf 23 Millionen Dollar ab. dpa

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