Wirtschaft : DIW glaubt an den Aufschwung UN korrigieren weltweite Prognose nach unten

Berlin/New York - Nach dem starken Wachstum im ersten Quartal bleibt die deutsche Konjunktur nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im gesamten Jahr in Schwung. Die überraschend hohe Dynamik der ersten drei Monate werde sich zwar nicht mehr fortsetzen, teilten die Berliner Forscher am Freitag mit. Trotzdem dürften 2008 sogar Wachstumsraten von mehr als zwei Prozent „nicht unrealistisch sein“. Bisher hat das DIW für das Gesamtjahr zwei Prozent Wachstum prognostiziert. Im zweiten Quartal erwarten die Forscher ein Plus von 0,5 Prozent. Für das erste Quartal hatte das Statistische Bundesamt am Donnerstag ein unerwartet deutliches Plus von 1,5 Prozent bekannt gegeben.

Getragen werde der Aufschwung vom Produzierenden Gewerbe, unternehmensnahen Dienstleistungen und dem Handel. „Der private Konsum, der trotz der höheren Inflationsentwicklung allmählich in Fahrt kommt, führt zu höheren Umsätzen im Handel“, teilte das DIW mit.

Das weltweite Wirtschaftswachstum dürfte dagegen nach Ansicht der Vereinten Nationen (UN) schwächer ausfallen, als bisher erwartet. Die Organisation korrigierte ihre Prognose für 2008 auf 1,8 Prozent deutlich nach unten. Im Januar waren die UN noch von einem globalen Wachstum von 3,4 Prozent ausgegangen. Es handle sich allerdings um einen Mittelwert, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Bericht. Das optimistischste Szenario gehe von 2,8 Prozent Zuwachs, das pessimistischste von nur 0,8 Prozent aus. 2007 hatte die Weltwirtschaft noch um 3,8 Prozent zugelegt. Wenn es in den von der Finanzkrise besonders stark getroffenen USA keinen Konjunkturaufschwung gebe, drohe die Weltwirtschaft regelrecht zum Stillstand zu kommen, heißt es in dem Dokument. dpa/AFP

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