Wirtschaft : dm-Märkte legen zweistellig zu

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Trotz des stagnierenden Marktes wächst die Karlsruher dm-Drogerie-Markt-Kette zweistellig - und das zum siebten Mal in Folge. Die Nummer zwei unter den deutschen Drogerie-Filialisten - nach der Firma Schlecker - hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. September) den Umsatz um 16 Prozent auf 4,57 Milliarden Mark steigern können. Für das kommende Jahr rechnet die dm-Drogerie Markt GmbH & Co KG offiziell mit einem Umsatz-Plus von sieben Prozent. Eine vorsichtige Prognose: Auch im Vorjahr hatte dm nur ein Plus von acht Prozent vorhergesagt. Zum Gewinn machte dm keine Angaben.

Noch stärker als die Gruppe, die Standorte in acht europäischen Ländern hat, wuchs dm auf dem deutschen Markt. Hier konnte der Umsatz um 18 Prozent auf 3,24 Milliarden Mark gesteigert werden. Das lag an der gestiegenen Kundennachfrage aber auch der Neueröffnung von weiteren Standorten. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg die Zahl der Filialen um 49 auf nun 565 Geschäfte. 1000 neue Arbeitsplätze seien entstanden, berichtete Marketing-Chefin Petra Schäfer. Im Streit um den Grünen Punkt rechnet dm noch in diesem Monat mit einer positiven Entscheidung des EU-Gerichtshofs. Das Duale System Deutschland (DSD) hatte unlängst darauf reagiert, dass dm im Januar als erstes großes Handelsunternehmen mit einem Teil seiner Eigenmarken aus dem Verpackungsentsorgungssystem ausgestiegen war: DSD kündigte die Entsorgung der restlichen beim Grünen Punkt lizensierten Produkte. Damit würde dm ein Pflichtpfand bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel-Marken drohen. Die DSD hatte in Brüssel eine Klage gegen die Entscheidung der Wettbewerbskommission der EU eingereicht, nach der die Gesellschaft kein Monopol zum Sammeln von Verpackungsmüll haben darf. Nach dieser Entscheidung hatte dm einen Vertrag mit dem Entsorger Belland Vision geschlossen. Dadurch spare dm gegenüber den Grünen Punkt-Lizenzen 30 Prozent ein.

Dm hat 14 700 Mitarbeiter, davon knapp 8000 in Deutschland. Eigentümer sind der geschäftsführende Gesellschafter Götz Werner und Günther Lehmann. Am stärksten vertreten ist dm in Deutschland in Nordrhein-Westfallen, Baden-Württemberg und Bayern. In Berlin gibt es bislang keine Filiale.

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