Wirtschaft : Dortmunder VEW will dritte Kraft werden und mit EnBW und HEW kooperieren

Der Dortmunder VEW-Konzern plant nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) die Gründung einer Deutschen EnergieUnion (DEU), in die neben den eigenen Energieaktivitäten möglichst viele kommunale Energiebetriebe und eventuell auch Anteile an den Stromkonzernen EnBW aus Baden-Würtenberg und HEW aus Hamburg eingebracht werden sollen. Die neue Gruppe könnte so dritte Kraft neben dem sich formierenden Gespann Veba/Viag und der RWE werden, berichtete das Blatt am Donnerstag vorab. Die "SZ" berief sich auf Pläne von VEW-Chef Gert Maichel, der anstrebe, den im Stromwettbewerb in Bedrängnis geratenen Stadtwerken eine Alternative zu Notverkäufen und Stilllegungen zu bieten.

Haupteigentümer der DEU soll der "Süddeutschen Zeitung" zufolge die VEW sein. Sie wolle den kommunalen Energiebetrieben keine teuren Kaufangebote unterbreiten, sondern sie nach Raiffeisen-Modell zu Anteilseignern der Deutschen EnergieUnion machen. Die Stadtwerke sollten Managementverträge mit der DEU für die Energieaktivitäten abschließen, während übergeordnete Funktionen wie Einkauf, Energiehandel, Einsatzplanung, Abrechnung oder Call-Center zentral gebündelt würden. Die Angebotspalette der DEU-Betriebe solle dabei von Strom über Wasser und Gas bis hin zu Entsorgungsdienstleistungen reichen. Maichel sprach sich laut SZ zwar für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze und Standorte aus, betonte aber auch, dass an der Ausschöpfung der "unglaublichen Rationalisierungsmöglichkeiten" kein Weg vorbei gehe.

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