Wirtschaft : Drei Bieter für Kabelnetz Eigentümerin Telekom macht keine Angaben über die Gebote

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Düsseldorf (slo/HB). Die Deutsche Telekom hat drei Bieter in die engere Wahl genommen, die ihr die restlichen TV-Kabelnetze abkaufen wollen. Diese hätten die „wirtschaftlich attraktivsten“ Gebote vorgelegt, teilte der Konzern am Montag mit, ohne die Bieter zu nennen. Angaben über die Gebote wollte das Unternehmen ebenfalls nicht machen.

Nach Angaben aus informierten Kreisen kommen das Finanzkonsortium um Goldman Sachs und Apax, eine Gruppe um den Londoner Finanzinvestor CVC mit Warburg Pincus sowie der amerikanische Wagniskapitalgeber Hicks, Muse, Tate & Furst in die nächste Verhandlungsrunde Der Zuschlag wird in etwa sechs Wochen erwartet.

Damit ist das Konsortium um den US-Medienkonzern Liberty Media aus dem Rennen. Der Grund: Liberty ist schon einmal bei dem Versuch, das Telekom-Kabel zu kaufen, am Veto des Bundeskartellamtes gescheitert. Man habe jetzt Ähnliches befürchtet und dieses Risiko nicht eingehen wollen, verlautete aus dem Umfeld des Konzerns. Noch halten sich aber Gerüchte, dass Liberty-Chef John Malone möglicherweise über Hicks, Muse, Tate & Furst auf den deutschen Kabelmarkt einsteigen könnte.

Die drei Bieter, die jetzt in die entscheidenden Verhandlungen kommen, wollen nach Informationen aus dem Telekom-Umfeld zwei bis 2,4 Milliarden Euro für das Kabel zahlen. Ursprünglich hat die Telekom mit 2,5 Milliarden Euro bis 3,5 Milliarden Euro kalkuliert. Mit dem Erlös will der Konzern seine Schulden von derzeit 64 Milliarden Euro senken.

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