Wirtschaft : Drei FOC sind in Brandenburg geplant

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Die Idee für so genannte "Factory Outlet Center" (FOC) - zu deutsch Fabrikverkaufszentren - stammt aus den USA. Dort wird in etwa 300 solcher Verkaufsstätten Markenware zu herabgesetzten Preisen angeboten. Sie befinden sich fast überall außerhalb von Stadtzentren. Oft werden die Center von den Herstellern der Ware selbst betrieben, die damit ihre Lagerbestände abbauen und Erzeugnisse zweiter Wahl absetzen wollen. Bekannt sind in Deutschland einzelne Fabrikverkäufe, wo Produzenten ohne Einschalten des Handels Umsatz machen. Doch große Center gibt es bis heute nicht, obwohl bundesweit Pläne für 50 Standorte existieren.

In Brandenburg soll es drei FOC geben: Neben Wustermark noch in Eichstädt im Nordwesten und in Ludwigsfelde im Süden Berlins. Im kleinen Ort Eichstädt erwartet Investor Bauherr BAA McArthurGlen noch im November die Baugenehmigung durch die Kreisverwaltung Oberhavel. Ende 2000 will das amerikanisch-britische Unternehmen den ersten Bauabschnitt mit 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche eröffnen. Insgesamt sind 20 000 Quadratmeter in 100 Einzelgeschäften vorgesehen. In Wustermark liegt die geplante Verkaufsfläche bei 10 000 Quadratmetern.

In Ludwigsfelde liegen die Pläne für ein FOC trotz erteilter Genehmigung durch die obersten Planer von Berlin und Brandenburg noch auf Eis. Denn die Stadt wollte mit dem Einkaufscenter auch ein Multiplexkino, ein Erlebnisbad, ein Hotel, ein Bowlingcenter und eine Einschienenbahn ins Stadtzentrum bauen. Doch als die Berliner Entwicklungs- und Managementgesellschaft EMG wegen ausbleibender Fördermittel ihre Pläne drastisch abspeckte, stellten die Stadtverordneten dem Investor den Stuhl vor Tür. Jetzt soll in einer europaweiten Ausschreibung nach einem neuen Bauherren gesucht werden.

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