Wirtschaft : Drei Warenhäuser stehen zum Verkauf

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Karstadt zählt zu einem der größten Arbeitgeber in Berlin. Rund 8000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen in der Hauptstadt. Neben neun Karstadtfilialen und drei Karstadt Sporthäusern gehören in Berlin auch Hertie in Neukölln, Wertheim am Kurfürstendamm, das

KaDeWe am Tauentzien sowie zwei Sinn-Leffers und sechs Runner-PointsFachgeschäfte zu dem Essener Handelskonzern.

SANIERUNG

Das Sanierungskonzept des Handelskonzerns sieht vor, dass 77 Karstadtfilialen (mit einer Verkaufsfläche, die kleiner als 8000 Quadratmeter ist) sowie die Fachgeschäfte, etwa Sinn-Leffers oder Runners-Point, verkauft werden sollen . Die 77 kleineren Warenhäuser, darunter auch drei Filialen aus Berlin, sind in eine eigene Gesellschaft, die Karstadt Kompakt , ausgegliedert worden. Seit Januar 2005 gehören die Warenhäuser in Moabit (Turmstraße), Schöneberg (Hauptstraße) und Tegel (Berlinerstraße) dazu.

STIMMUNG

Die Mitarbeiter in den Berliner Filialen haben relativ gelassen auf den

Rücktritt des Konzernchefs Christoph Achenbach reagiert. „Achenbach war keiner, der Aufbruchsstimmung verbreitet hat“, sagte ein Berliner Betriebsrat. „Er war zwar tüchtig, aber dröge“. Auch von Achenbachs vorläufigem Nachfolger, dem bisherigen Finanzvorstand

Harald Pinger, erwartet sich der Betriebsrat nicht allzu viel: „Wir brauchen keinen Banker, sondern einen Vorstandschef, der von der Pike auf das Warenhausgeschäft gelernt hat“. dro

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