Dreilinden : Ebay einigt sich auf Sozialplan

Nach wochenlangem Streit haben sich Unternehmensführung und Betriebsrat des Internetauktionshauses Ebay geeinigt. In der Nacht zu Donnerstag verständigten sie sich auf einen Sozialplan für die 360 der 630 Mitarbeiter am Standort Dreilinden bei Berlin, deren Stellen abgebaut werden. Vorher war stets von 400 Stellenstreichungen die Rede.

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360 Stellen will Ebay am Standort Dreilinden abbauen. -Foto: dpa

Berlin - Nach Informationen des Tagesspiegels sieht der jetzt ausgehandelte Plan vor, dass jeder Mitarbeiter, der seine Stelle verliert, eine Abfindung erhält, die sich wie folgt errechnet: Betriebszugehörigkeit in Jahren mal letztem Bruttogehalt mal einem Faktor zwischen 1,95 (für unter 45-Jährige) und 2,10 Euro (für über 45-Jährige). Für jedes Kind soll es 2500 Euro extra geben. Schwerbehinderte erhalten 5000 Euro zusätzlich. Nach Angaben eines Ebay-Sprechers hat der Sozialplan ein Gesamtvolumen im zweistelligen Millionenbereich.

Der Betriebsrat bezeichnete den Ausgang der Verhandlungen als guten Kompromiss. „Das Ergebnis ist besser, als das, was viele Mitarbeiter noch erwartet hatten“, hieß es aus dem Betriebsrat. Seit Januar waren Verhandlungen über einen Sozialplan bereits mehrfach gescheitert. Die Gewerkschaft Verdi erklärte, im Vergleich zu anderen Sozialplänen in Berlin und Brandenburg, seien die Vereinbarungen „sehr gut“. Diese regeln auch, dass 100 Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben wird, in einer Transfergesellschaft weiterzuarbeiten. Diese soll zwölf Monate lang 80 Prozent des letzten Gehalts zahlen. 

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