Drohende Insolvenz : Springer bricht Pin-Rettungsversuch ab

Kein tragfähiges Konzept, so lautet die Bilanz der Gespräche zwischen Axel Springer und den Gesellschaftern des Postdienstleisters Pin AG. Damit muss der Verlag 620 Millionen Euro abschreiben. Inwieweit Pin überhaupt noch zu retten ist, bleibt unklar.

Pin AG
Für die Mitarbeiter der Pin AG könnte das Weihnachtsfest einen bitteren Beigeschmack bekommen. -Foto: dpa

BerlinDie Verhandlungen über die künftige Finanzierung des Postdienstleisters Pin Group sind vorerst gescheitert. Der Pin-Hauptgesellschafter Axel Springer teilte mit, im Rahmen einer Pin-Verwaltungsratssitzung sei deutlich geworden, "dass die Gesellschafter kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der Pin Group gefunden haben."

Nach dem Rücktritt des ehemaligen Geschäftsführers Thiel ist unklar, wie es bei dem Postdienstleister weitergeht. Der Springer Verlag ist nicht bereit, weiter Geld in das Unternehmen zu pumpen. Bis zum Jahresende bräuchte Pin allerdings dringend eine Liquiditäts-Spritze, sonst droht die Insolvenz. Gerüchten zufolge benötigt der Postzusteller Kapital in Höhe von 300 Millionen Euro, um die Geschäfte weiter zu führen. 9000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Axel Springer muss aufgrund der Probleme bei Pin 620 Millionen Euro abschreiben. Dies werde sich auch negativ auf den Gewinn auswirken. Springer ist bei Pin Mehrheitseigner und verfügt über 63,7 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. (mac/dpa)

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