Wirtschaft : Drohender Krieg hemmt die Reiselust Thomas Cook kürzt Kapazitäten

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Frankfurt (Main) (dpa). Der drohende IrakKrieg schlägt sich nach Ansicht des zweitgrößten deutschen Touristikkonzerns Thomas Cook bereits jetzt in verhaltenen Reisebuchungen nieder. „De facto ist der Konflikt im Verhalten der Verbraucher schon da“, sagte Vorstandschef Stefan Pichler. Als „Friedensindustrie“ lebe der Tourismus davon, dass die Kunden Vertrauen in die Zukunft hätten. „Je länger der Konflikt dauert, desto gravierender werden die Einschnitte sein.“ Thomas Cook könne wegen laufender Kostensenkungsprogramme aber eine längere schwierige Phase verkraften. Die Geschäftsentwicklung dieses Jahres sei auch wegen der schwachen Konjunktur nicht seriös vorherzusagen, sagte der Chef der Lufthansa-Karstadt-Tochter. Die Buchungen für die Wintersaison lägen in den europäischen Märkten leicht über Vorjahresniveau, das aber stark von den Folgen der Terror-Anschläge vom 11. September 2001 getroffen war. Für den kommenden Sommer seien die Buchungen leicht rückläufig. Gegengesteuert werde mit einer Verringerung der Flug- und Hotelkapazitäten. Zusammen mit der Zentralisierung und Auslagerung von Konzernfunktionen sollen Einsparungen von 100 Millionen Euro erreicht werden.

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