Wirtschaft : Drucker weiten Warnstreik aus

Die Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten der Druckindustrie in Frankfurt am Main gestalten sich weiterhin schwierig. Vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe zeichnete sich noch keine Annäherung ab. Die Gespräche seien vorläufig unterbrochen worden, teilte ein Sprecher der IG Medien am Mittwoch mit. Die dritte Tarifrunde in der Branche wurde von Warnstreiks in ganz Deutschland begleitet. Sie sollen weiter ausgeweitet werden, falls es zu keiner Einigung kommt. Bis zum Nachmittag legten nach Angaben der IG Medien bundesweit mehr als 8000 Beschäftigte aus rund 100 Unternehmen vorübergehend die Arbeit nieder. Betroffen waren 30 Zeitungsverlage, 55 sonstige Druckereien und 12 Papier verarbeitende Firmen.

Die IG Medien fordert 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, eine rechtsverbindliche Regelung der Altersteilzeit, Übernahme der Auszubildenden und Angleichung der Bezüge in den neuen Ländern an das Westniveau. Einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit lehnt der Bundesverband Druck und Medien aber ab.

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