Druckmaschinen : Besseres Ergebnis, weniger Aufträge bei Koenig & Bauer

Die Druckmaschinen von Koenig & Bauer verkaufen sich gut. Das Unternehmen konnte Umsatz und Gewinn steigern. Allerdings sind weniger Aufträge für das zweite Halbjahr eingegangen.

WürzburgDer weltweit drittgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) hat Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr gesteigert. Ein deutlich gesunkener Auftragsbestand werde jedoch in der zweiten Jahreshälfte dazu führen, dass einige Werke nicht ausgelastet seien.

Die Erlöse stiegen in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf 794,9 Millionen Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich um mehr als 50 Prozent auf 19,1 Millionen Euro. Der Auftragseingang lag mit 726,3 Millionen Euro um ein Prozent höher. Für das Gesamtjahr erwartet KBA 1,7 Milliarden Euro Umsatz und ein Vorsteuerergebnis in der Größenordnung des Vorjahres (47,4 Millionen Euro).

Der Auftragsbestand habe sich aufgrund des hohen Umsatzzuwachses um 15 Prozent auf 880,1 Millionen Euro verringert, teilte KBA mit. Die Auslastung der Werke für Bogenoffsetmaschinen in Radebeul und Tschechien sei bis ins vierte Quartal gesichert. Bei den Rollenmaschinen führe der deutlich reduzierte Auftragsbestand dagegen im zweiten Halbjahr zu einer zeitweiligen "Unterauslastung" der Standorte in Würzburg, Trennfeld und Frankenthal. Zum 30. Juni beschäftigte die KBA-Gruppe 8241 Mitarbeiter, 305 mehr als im Vorjahr.

Auftragsvolumen des Vorjahres verfehlt

Trotz einiger spektakulärer Verkaufserfolge wie etwa einer Großanlage für das Zeitungshaus "Le Figaro" in Paris habe man bei Rollenmaschinen das Bestellvolumen des Vorjahrs nicht ganz erreicht, teilte KBA mit. Es gebe weniger Großprojekte im Zeitungs- und Illustrationstiefdruck. Die lebhafte Nachfrage nach Sondermaschinen und Bogenmaschinen kompensierte diesen Rückgang jedoch.

Zum Umsatzplus trug im ersten Halbjahr vor allem der Geschäftsbereich Bogenmaschinen mit einem Zuwachs von mehr als 12 Prozent auf 374,4 Millionen Euro bei. Das Segment Rollen- und Sondermaschinen erzielte eine Steigerung von rund 7 Prozent auf 393,5 Millionen Euro. (mit dpa)

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