Wirtschaft : DSF geht an Karstadt-Quelle Haim Saban kommt nicht zum Zug

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München (nad). Der Poker um das Deutsche Sportfernsehen (DSF) ist entschieden. Der Gläubigerausschuss der KirchMedia Tochter Taurus TV gab in der Nacht zum Dienstag dem Konsortium um den Handelskonzern Karstadt-Quelle den Vorzug vor US-Milliardär Haim Saban. Das Kartellamt hatte bereits in der vergangenen Woche zugestimmt. Zum Kaufpreis wollten sich die Verhandlungspartner nicht äußern. Er soll bei rund 20 Millionen Euro liegen.

Der künftige Eigentümer von ProSiebenSat1, Saban, soll das Konsortium aus Karstadt-Quelle, EM.TV und dem Völkl-Besitzer Hans-Dieter Cleven noch kurz vor der Entscheidung überboten haben, kam aber trotzdem nicht zum Zuge. Das Karstadt- Konsortium erwirbt auch die Online-Plattform Sport1. Karstadt-Chef Peter Gerard will mit dem DSF das Sportartikel-Geschäft ankurbeln. Er wolle die „hohen Wachstums- und Ertragspotenziale des Senders und des Sportmarktes zügig erschließen“. Das DSF schreibt seit Jahren Verluste. Im Vorfeld des Verkaufs hat der Sender die Zahl der Arbeitsplätze bereits auf 228 fast halbiert. Bis Ende des Jahres soll das DSF die schwarze Null erreichen.

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