Dürre : Bauern bekommen Hilfe vom Staat

Die durch die diesjährige Hitzewelle geschädigten Bauern können auf Hilfe vom Staat bauen. Die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern sicherte den Landwirten Kredite und Stundungen zu.

Schwerin - Von der wochenlangen Dürre geschädigte Landwirte bekommen Hilfe vom Staat. Dies vereinbarte eine Argraministerkonferenz von Bund und Ländern. So können die betroffenen Landwirte unterem anderem Sonderkredite der Rentenbank in Anspruch nehmen sowie bei der BVVG, dem bundeseigenen Flächenverwalter in Ostdeutschland, Stundungen ihrer Pachtzahlungen beantragen.

Ein bundesweites Hilfsprogramm soll es dagegen nicht geben. Von einer "Katastrophe nationalen Ausmaßes könne keine Rede" sein, erklärte der Agrar-Staatssekretär des Bundes Gert Lindemann. Die jetzt beschlossenen Hilfszahlungen sollen komplett bis Ende des Jahres geleistet werden. Außerdem wollen die Agrarminister nach Abschluss der Getreideernte erneut über mögliche Hilfsmaßnahmen beraten.

Von der Trockenheit am stärksten betroffen sind Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg. In Mecklenburg-Vorpommern sei derzeit ein Erlösausfall von rund 100 Millionen Euro absehbar, teilte der dortige Agrarminister Till Backhaus (SPD) mit. Besonders betroffen sei der Futteranbau. Bei Grünfutter und Mais gebe es in einigen Gegenden Ertragsausfälle zwischen 50 und hundert Prozent. Ähnlich werde die Situation in Brandenburg eingeschätzt. (tso/AFP)

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