Wirtschaft : Duisenberg amtiert offenbar länger EZB sucht neuen Präsidenten

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Brüssel (Tsp). Wim Duisenberg, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), ist offenbar bereit, sechs Monate länger als geplant im Amt zu bleiben. Damit wolle Duisenberg einen reibungslosen Übergang zu einem Nachfolger ermöglichen, hieß es am Mittwoch. Die Entscheidung, wer künftig an der Spitze der EZB steht, ist noch nicht gefallen. Die EUFinanzminister werden bei ihrem informellen Treffen am Freitag und Samstag in Athen erstmals offiziell über das Thema beraten, wie aus Kreisen der griechischen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel am Mittwoch verlautete. Die Präsidentschaft habe noch keinen konkreten Vorschlag in der Tasche, sagte ein griechischer EU-Vertreter. Ursprünglich wollte der 67-jährige Niederländer Duisenberg seinen Job am 9. Juli räumen, um Platz zu machen für den Franzosen Jean-Claude Trichet. Der französische Notenbankchef steht wegen eines Finanzskandals derzeit aber in Paris vor Gericht.

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