Wirtschaft : Durch die Instanzen

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1985: Kirch gründet mit Verlagen den ersten deutschen Privatsender Sat 1.

Dezember 2001: Erste Gerüchte über finanzielle Engpässe Kirchs kommen auf.

4. Februar 2002: Der damalige Deutsche-Bank-Chef und Präsident des Bankenverbandes, Rolf Breuer, sagt in einem Interview, dass der Finanzsektor nach allem, was „man darüber lesen und hören kann“, nicht mehr bereit sei, der Kirch-Gruppe „auf unveränderter Basis“ noch weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.

8. April 2002: Kirch Media beantragt Insolvenz. Kirch verabschiedet sich in einem Brief von seinen Mitarbeitern.

5. Mai 2002: Kirch stellt in Frankfurt am Main Strafanzeige gegen Rolf Breuer wegen dessen Äußerung. Zudem verklagt er ihn auf Schadensersatz vor dem Münchner Landgericht.

18. Februar 2003: Das Münchner Landgericht gibt Kirchs Klage „in vollem Umfang“ statt. Die Deutsche Bank und Breuer müssen sämtliche Schäden ersetzen, die aus dessen Äußerungen in dem Fernsehinterview entstanden seien. Die genaue Summe bleibt offen, da der Schaden erst noch beziffert werden muss. Die Deutsche Bank und Breuer legen Berufung ein.

Dezember 2003: Das Oberlandesgericht München bestätigt, dass die Deutsche Bank Kirch Schadensersatz zahlen muss. Breuer sei dagegen nicht schadensersatzpflichtig.

Januar 2004: Kirch legt beim Bundesgerichtshof Berufung gegen das Urteil ein – er will auch von Breuer Schadensersatz.

24. Januar 2006: Bankensenat des BGH will das Urteil verkünden.

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