Wirtschaft : Durchblick in Orange

Von Brillen und Accessoires, die Skifahren angenehmer machen

Flora Wisdorff

Welcher Skifahrer kennt das nicht: man versucht, sich seinen Weg durch das dichte Schneegestöber zu bahnen, die Sichtweite ist im Nebel unter zehn Meter. Und dann beschlägt auch noch die Skibrille. Und schon bringt einen der nächste Hubbel zu Fall. Wer dem entgehen will, sollte beim Kauf seiner Skibrille wert auf mindestens doppeltes Glas legen. „Die Luftschicht zwischen den beiden Gläsern verhindert das Beschlagen“, sagt Oliver Palm, Verkaufsleiter beim Ski-Sport-Stadl in der Lützowstraße. Noch optimaler ist allerdings die „Quattroflex“- also die vierfache Bagläserung von Alpina. Allerdings hat das Turbo-Belüftungssystem auch seinen Preis: 119,95 Euro kostet die „Alpina Rem Titan“. Wer auch im schlimmsten Schneesturm noch die Unebenheiten auf der Piste erkennen möchte, sollte sich eine Skibrille mit orangenen Gläsern zulegen. Damit erkennt man die Schneekonturen besser als mit einer dunklen Brille, das Licht wird anders gebrochen, sagt Ralf Müller, stellvertretender Sport-Abteilungsleiter beim Kadewe. Auch wenn die Sonne scheint, ist die Brille beim Skifahren extrem wichtig. Immerhin werden 95 Prozent der Sonnenbestrahlung vom Schnee reflektiert. Auch die Gut-Wetterbrillen sollten oben und unten gut geschlossen sein, wegen des Windes. Wer es futuristisch mag und sich besonders gut vor dem grellen Licht schützen möchte, kann sich die verspiegelten Sportbrillen von Oakley zulegen – für 149,90 Euro.

Aber nicht nur mit der richtigen Brille macht das Skifahren mehr Spaß. Wer zum Beispiel kramt schon gerne nach seinem Skipaß- und stellt dann möglicherweise auch noch fest, dass er ihn verloren hat. Die Lösung: der Ski-Handschuh mit eingebautem Chip. Gore-Tex hat das „S-Key“-System entwickelt, das es inzwischen in den meisten Skigebieten gibt. Man kauft an der Kasse eine Dauerkarte und läßt den Chip entsprechend programmieren. Anschließend öffnet sich während der Laufzeit der Karte die Liftschranke bei Annäherung. Ab 65 Euro gibt es die Handschuhe im Fachhandel.

Ein weiteres, nützliches Accessoire sind wärmende Schuhsohlen. Man klemmt einen kleinen Akku an den Schuh, der die Sohlen via Kabel wärmt. Von Atomic kosten die Sohlen 105 Euro. Wer richtig professionell Ski fährt, kann sich mit allen wichtigen Daten über einen Armband-Computer versorgen lassen. Das Gerät, das aussieht wie eine Uhr, misst die Geschwindigkeit und die Höhe beim Skifahren Außerdem dient es als Barometer und als Kompass. Von der Marke Suunto kostet der Mini-Computer 350 Euro. Ob Profi oder Anfänger – für viele ist das Allerwichtigste die wärmende Pause zwischendurch. Mit den Skistöcken von Komperdell (50 Euro), die man mit Schnaps auffüllen kann, ist auch das kein Problem. Flora Wisdorff

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