Wirtschaft : Durchbruch im Schiffbau-Streit

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Luxemburg (dpa). Die deutschen Werften können zum Schutz gegen die unlautere Konkurrenz aus Südkorea vom Herbst an auf neue Subventionen hoffen. Der Rat der 15 zuständigen EU- Minister fand am Donnerstagabend in Luxemburg einen Kompromiss. „Wenn alles so läuft, können wir die Beihilfen ab Oktober in Kraft setzen“, sagte der Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Axel Gerlach, nach der Sitzung. Bis Ende Juni wird nach Angaben der spanischen EU-Präsidentschaft ein endgültiger Beschluss vorliegen. Laut Kompromiss dürfen die EU-Staaten ihren Werften künftig zur Abwehr der Billig-Konkurrenz aus Südkorea wieder Beihilfen für den Bau bestimmter Schiffstypen gewähren. Sie sollen aber auf maximal sechs Prozent des Auftragswertes beschränkt bleiben und sind zeitlich bis 31. März 2004 befristet. Damit sollen die Werften gegen die koreanischen Dumping-Praktiken geschützt werden, die teilweise Schiffe bis zu 40 Prozent unter den Baukosten anbieten. Die EU-Minister einigten sich auf deutlich niedrigere Fördersätze als zunächst geplant. In einem Entwurf der EU-Kommission waren 14 Prozent vorgesehen.

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