DURCHGESTARTET : Keine roten Zahlen

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„Unsere Ehefrauen waren am Anfang schon etwas skeptisch“, erzählt Ronny Lamek. Zusammen mit seinem Freund Jamel Abderrahmane hat der 34-jährige Berliner im Dezember 2010 die „Pflegeagenten“ gegründet – eine Agentur, die freiberufliche Pflegekräfte an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vermittelt. „Bei akutem Personalmangel haben die Einrichtungen nicht die Zeit, das geeignete Personal auszuwählen“, sagt Lamek. Die ersten Monate nach der Gründung arbeiteten beide halbtags in ihren alten Jobs weiter – Abderrahmane als Krankenpfleger, Lamek als PR-Manager. In der übrigen Zeit saßen sie zusammen in Abderrahmanes Küche vor ihren Laptops und akquirierten Freiberufler, die sie dann an Pflegeeinrichtungen vermittelten. Alles was sie in dieser Zeit einnahmen, sparten sie auf ihrem Geschäftskonto an. Dadurch brauchten sie keinen Kredit aufzunehmen, als sie im vergangenen Sommer schließlich ihre bisherigen Jobs vollends aufgaben und ein Büro in Friedrichshain bezogen. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt rote Zahlen geschrieben“, sagt Lamek. Heute beschäftigen sie drei Mitarbeiter und haben mehr als 350 Freiberufler in ihrer Kartei, die sie vermitteln. Für jeden Tag, den die Kräfte im Einsatz sind, bekommen die Pflegeagenten eine Provision. Derzeit kommen sie auf 700 Buchungstage im Monat. Wie viel Umsatz sie damit im ersten Jahr gemacht haben, wollen die beiden nicht verraten. Nur so viel sagt Lamek: „Wir können da wunderbar von leben.“

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