Wirtschaft : DWS-Fonds setzen auf den Vorsorgemarkt

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Frankfurt am Main Die DWS will ihre Marktführerschaft in Deutschland ausbauen. Weiter wachsen will sie insbesondere mit Produkten für die Altersvorsorge, durch den Ausbau des Geschäftes in Europa und mit institutionellen Anlegern. Das sagte Axel Benkner, Chef der größten deutschen und zur Deutschen Bank gehörenden Fondsgesellschaft, am Donnerstag in Frankfurt.

Die DWS sammelte im bisherigen Jahresverlauf netto knapp 4,5 Milliarden Euro und steht damit im Vergleich zu den lokalen Konkurrenten besser da als 2003. Sie baute ihre Führungsposition – gemessen am Publikumsfonds-Vermögen von rund 92 Milliarden Euro – seit der Jahreswende um 0,6 Prozentpunkte auf 25,1 Prozent aus. Auch im europäischen Vergleich steht sie mit einem Gesamtvermögen von 132 Milliarden Euro vor der britischen UBS mit 131 Milliarden Euro und der Crédit Agricole (Frankreich) mit 125 Milliarden Euro auf Rang eins.

Dessen ungeachtet weist Benkner auf einige potenzielle Risiken für die eigene Gesellschaft und die gesamte Branche hin. Gefährlich wären seiner Meinung nach „schwächere Kapitalmärkte“ und ein Verlust der „guten Performance“. Entscheidend für den zukünftigen Geschäftsverlauf ist laut Benkner, „dass die Rentenreformen die Fondsindustrie stärken“. In diesem Zusammenhang schaffe der Wegfall des Steuerprivilegs für Lebensversicherungen ab dem kommenden Jahr gleiche Wettbewerbsbedingungen.

Benkner hegt große Hoffnungen für Fondssparpläne und sieht Chancen für Produkte im Versicherungsmantel. So ist der Ende 2003 lancierte DWS Flex-Pension „unser Star-Produkt für Altersvorsorge mit Kapitalgarantie zum Laufzeitende“. Damit will Benkner jährlich 200 Millionen Euro einnehmen. Darüber hinaus erwartet er eine Verbreiterung des Kundenkreises. ina/HB

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