E-Gipfel : Vorfahrt für Elektroautos – aber keine Prämie

Schaulaufen: An diesem Montag sind auf den Straßen Berlins viele Elektroautos unterwegs. Zum Treffen mit der Kanzlerin wollen alle deutschen Autohersteller präsentieren, welche batteriebetriebenen Fahrzeuge sie planen.

Der Grund für die ungewöhnliche Technikschau: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Spitzenvertreter aus Industrie und Forschung in die Bundeshauptstadt eingeladen, um eine „Nationale Plattform Elektromobilität“ aus der Taufe zu heben. Ziel der Regierung ist es, bis 2020 etwa eine Million E-Autos auf die Straße zu bringen. Zunächst ist am Morgen ein Gipfeltreffen Merkels mit etwa 30 Gästen – vor allem Vorstandschefs – vorgesehen. Danach sollen sieben Arbeitsgruppen mit 147 „Spezialisten“ aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft mit der Arbeit beginnen. Die Themen reichen von der noch schwierigen Batterietechnik und Speicherbarkeit von Strom und bis hin zu den Fragen der späteren Vermarktung. Ein erster Bericht wird nach Regierungsangaben im Spätherbst erwartet, ein zweiter soll im Frühjahr 2011 folgen. Offen ist noch, ob der Bund die staatliche Förderung aufstockt.

Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurden bereits für die Jahre 2010 und 2011 insgesamt 500 Millionen Euro für die Entwicklung der Elektromobilität zur Verfügung gestellt. Die Regierung will den Kauf von E-Autos zunächst nicht mit staatlichen Prämien unterstützen. Stattdessen prüft sie Verkehrsanreize wie etwa die Erlaubnis zur Nutzung von Bus- Spuren. Nach Agenturberichten will sich die Industrie am Montag verpflichten, in den kommenden Jahren rund 20 Milliarden Euro jährlich in Forschung und Entwicklung zu stecken, „wobei ein maßgeblicher Teil dieser Aufwendungen in Elektromobilität, kraftstoffeffiziente Fahrzeuge sowie andere energiesparende Maßnahmen investiert wird“. Tsp

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