Wirtschaft : E-Plus zufrieden mit Start von I-Mode US-Tochter belastet Ergebnis

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Brüssel (sbe/HB). Der holländische Telekom-Konzern KPN hat im ersten Quartal 2002 einen Nettoverlust von 348 Millionen Euro gemacht. Im gleichen Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 539 Millionen Euro. Das Ergebnis sei vor allem durch hohe Abschreibungen für das Not leidende Kabelunternehmen KPN-Qwest in Höhe von 477 Millionen Euro beeinflusst worden, teilte KPN mit. KPN-Qwest ist ein Joint Venture von KPN und der US-Firma Qwest, das auf seinen Glasfaserleitungen Datenübertragungsleistungen für Unternehmen und Institutionen anbietet. KPN-Qwest hat in der vorigen Woche Zweifel über das eigene Fortbestehen geäußert. Der Kurs der KPN-Aktie sank in Amsterdam nach Bekanntgabe der Zahlen um 2,1 Prozent auf 4,60 Euro.

Der KPN-Umsatz lag in den ersten drei Monaten bei 3,26 Milliarden Euro und übertraf damit das Vorjahr (2,96 Milliarden Euro). KPN-Chef Ad Scheepbouwer äußerte sich zufrieden über die Entwicklung. „Wir entwickeln uns schneller als der Rest der Industrie“, sagte er. Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum von weniger als zehn Prozent erwartet. Für das laufende Jahr erwartet KPN eine Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um „mindestens zwölf Prozent“. Im Festnetz-Telefonverkehr, in der mobilen Telefonie und bei der Datenübermittlung sei der Umsatz im ersten Quartal gestiegen, berichtete KPN. Im Mobilfunk verbuchte KPN einen Gewinn von 81 Millionen Euro, nach einem Verlust von 253 Millionen Euro im Vorjahr. Zu der Ergebniswende trug wesentlich die positive Entwicklung bei der deutschen Mobilfunktochter E-Plus bei. Der Marktanteil der deutschen Tochter liege bei 13 Prozent, berichtete KPN.

KPN und E-Plus zeigten sich zufrieden mit dem Start seines mobilen Internetdienstes i-mode. Die Nutzerzahlen bewegten sich im Rahmen der Erwartungen, sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim am Dienstag in Düsseldorf. Nach Angaben des niederländischen Mutterkonzerns KPN Royal nutzen insgesamt 34 000 Kunden i-mode, davon 26 000 in Deutschland. Zudem sei die Zahl der Inhalteanbieter in den vergangenen acht Wochen von 60 auf 90 gestiegen. Auch die Zahl der so genannten freien i-mode-Seiten werde kontinuierlich größer. Allein beim Service „mobile-homes“ hätten Nutzer rund 700 private Homepages registriert.

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