Wirtschaft : EADS: Der Luftfahrtkonzern erhöht seine Umsatzprognose

Der weltweit drittgrößte Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr erhöht. Wenn der Euro-Wechselkurs zum Dollar auf dem derzeitigen Niveau bleibe, könne die EADS im Jahr 2001 ein Umsatzwachstum von 20 Prozent erreichen, teilte der europäische Konzern am Donnerstag anlässlich seiner ersten Hauptversammlung in Amsterdam mit. Die bisherige Prognose von einem Umsatzplus von 15 Prozent habe auf einem schwächeren Dollar-Kurs basiert. Im ersten Quartal 2001 erzielte die EADS einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro und einen Auftragseingang von 18,9 Milliarden Euro. Vergleichszahlen wurden nicht genannt, da der Konzern erst im Juli 2000 aus der Fusion von Dasa, Aerospatiale Matra und Casa hervorgegangen war.

"Umsätze und Auftragseingang des ersten Quartals bestätigen unsere hervorragenden Wachstumsaussichten", erklärten Philippe Camus und Rainer Hertrich, die die EADS gemeinsam führen. Im ersten Quartal wurde der Flugzeugbauer Airbus erstmals vollständig mit einbezogen und erwirtschaftete mit 4,6 Milliarden Euro mehr als 70 Prozent des Konzernumsatzes. Airbus habe 117 feste Neuaufträge im ersten Quartal erhalten und 79 Flugzeuge ausgeliefert nach 65 im Vorjahresquartal. Insgesamt liege der Auftragsbestand der EADS Ende März bei 169,7 Milliarden Euro, was die Produktion für fast sechs Jahre sichere.

An seiner Prognose von einem 15-prozentigen Wachstum beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen für 2001 hielt der deutsch-französisch-spanische Konzern fest. Darin seien die Entwicklungkosten für den A 380, der mit 555 Sitzen das weltweit größte Passagierflugzeug werden soll, enthalten.

EADS hatte im vergangenen Jahr einen Pro-Forma-Umsatz von 24,2 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 1,40 Milliarden Euro erzielt.

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