Wirtschaft : EADS sieht „glänzende Zukunft“ Der schwache Dollar macht aber Airbus Sorgen

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München – Das boomende Geschäft beim Flugzeugbauer Airbus und starke Zuwächse in der Raumfahrtsparte haben dem europäischen Luft und Raumfahrtkonzern EADS 2004 ein Spitzenergebnis beschert. „Die EADS sieht einer glänzenden Zukunft entgegen“, sagten die Co-Chefs Rainer Hertrich und Philippe Camus am Mittwoch. Im laufenden Jahr soll das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebit) trotz des schwachen Dollars auf 2,6 Milliarden Euro steigen. Noch im Januar hatte EADS nur mit einem Anstieg auf 2,4 Milliarden Euro gerechnet.

Die Tochter Airbus soll im laufenden Jahr 350 bis 360 Flugzeuge ausliefern (Vorjahr: 320) und den US-Konkurrenten Boeing zum dritten Mal in Folge überflügeln. Geschmälert werde der Airbus-Erfolg jedoch voraussichtlich durch einen weniger vorteilhaften Modellmix an Flugzeug-Auslieferungen und ungünstigeren Bedingungen bei der Absicherung gegen Währungsschwankungen. Sollte der Euro-Kurs längerfristig bei 1,30 Dollar bleiben, müsse Airbus zudem eher 300 statt 250 Maschinen des Superjumbos A380 verkaufen, ehe das größte Flugzeug der Welt die Gewinnschwelle erreiche, warnte Camus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gelang EADS ein deutlicher Sprung: Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 31,8 Milliarden Euro. Das Ebit legte um 58 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. EADS kündigte am Mittwoch an, die Dividende um ein Viertel auf 0,50 Euro zu erhöhen. Zu dem guten Ergebnis trug vor allem das Airbus-Geschäft bei, das mit einem Ebit von 1,9 Milliarden Euro den Löwenanteil beisteuerte. Auch das Verteidigungsgeschäft lief gut: Der Umsatz legte um acht Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zu. Die lange Zeit defizitäre Raumfahrtsparte schaffte unter anderem dank des Auftrags über 30 Ariane 5-Trägerraketen die Ertragswende. Einer Fusion mit Thales erteilte Camus erneut eine Absage. nic

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