EADS : USA warnen vor Ausbau der staatlichen Beteiligung

Die US-Regierung hat vor weiteren staatlichen Hilfen für den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gewarnt. Der Streit über die staatlichen Zuwendungen an die Luftfahrtkonzerne schwelt unterdessen weiter.

Düsseldorf - "Dies bedeutet, gutes Geld schlechtem hinterherzuwerfen", sagte der stellvertretende US-Handelsminister Franklin Lavin dem "Handelsblatt". Die Europäer müssten sich entscheiden, ob sie den Mechanismen einer Marktwirtschaft vertrauten oder aber ständig auf Staatsinterventionen setzten. Dies gefährde langfristig den Wohlstand in Europa. Die Bundesregierung und mehrere Bundesländer prüfen derzeit einen staatlichen Einstieg beim Mutterkonzern der krisengeschüttelten Tochter Airbus.

Der Flugzeugbauer steht in einem erbitterten Wettbewerb mit dem US-Konzern Boeing. Begleitet wird dieser Konkurrenzkampf von einem Streit zwischen der US-Regierung und der Europäischen Union, zu dessen Schlichtung die Welthandelsorganisation eingeschaltet wurde. Die US-Regierung hält die Finanzhilfen, die Airbus von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien erhält, für wettbewerbsverzerrend. Die Europäische Union wirft ihrerseits den US-Behörden vor, Boeing durch Rüstungsaufträge und Steuervergünstigungen Vorteile zu verschaffen. (tso/AFP)

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