Easyjet : Flugausfälle wegen Warnstreiks in Berlin-Schönefeld

Ein erneuter Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat am Samstagmorgen Verspätungen und Ausfälle bei der Fluggesellschaft Easyjet in Berlin-Schönefeld verursacht. Der Streik des Kabinen- und Cockpitpersonals dauerte von 5 Uhr bis 12 Uhr.

Mehrere Flüge der Airline Easyjet wurden gestrichen, bei anderen kam es zu Verzögerungen. Betroffen waren unter anderem Verbindungen nach Italien und Spanien. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten von Easyjet in Schönefeld für die Zeit von 5 bis 12 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. Ein erster Ausstand Anfang April und weitere Gespräche mit den Arbeitgebern hätten nicht dazu geführt, dass Easyjet ein akzeptables und verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler. "Daher müssen wir den Druck erhöhen." Die Gewerkschaft hatte erst eine Viertelstunde vor Beginn über die Arbeitsniederlegung informiert.

Zehn Flüge gestrichen

Easyjet musste nach eigenen Angaben zehn Flüge von und nach Berlin annullieren. Betroffen waren Verbindungen von und nach Barcelona, Neapel, Göteborg, Madrid und Rom. Darüber hinaus rechnete die Fluggesellschaft mit weiteren Verspätungen im Laufe des Tages.

Easyjet bedauerte den Warnstreik. Schließlich habe das Unternehmen der Gewerkschaft gegenüber Gesprächsbereitschaft signalisiert, hieß es in einer Mitteilung. Der Streik ziele darauf ab, den Flugverkehr zu beeinträchtigen und Unannehmlichkeiten für Passagiere zu verursachen. Um die Auswirkungen in Schönefeld so gering wie möglich zu halten, würden zusätzliche Crews und Flugzeuge von anderen Standorten in Schönefeld eingesetzt.

Das Unternehmen rief Fluggäste dazu auf, den Status ihres Fluges vor der Anreise online unter easyjet.de zu prüfen. Kunden könnten ihre Flüge kostenlos umbuchen oder bekämen den Ticketpreis erstattet.

Easyjet beschäftigt in Schönefeld laut ver.di rund 240 Flugbegleiter sowie 110 Piloten. (dapd)

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